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Mündener Gespräche

Um wissenschaftliche Diskussionen über aktuelle Aspekte einer Reform der Geld- und Bodenordnung zu ermöglichen, fördert die Stiftung die Tagungsreihe Mündener Gespräche. Diese wird im Frühjahr und Herbst eines jeden Jahres von der "Sozialwissenschaftlichen Gesellschaft" veranstaltet. Die Organisation liegt in den Händen von
Dipl.-Volksw., Ass. jur. Jörg Gude, Wiedel 13, 48565 Steinfurt |
gude@sozialoekonomie.info
www.sozialwissenschaftliche-gesellschaft.de


Zeitschrift für Sozialökonomie

 Gemeinsam mit der "Sozialwissenschaftlichen Gesellschaft" gibt die "Stiftung fĂĽr Reform der Geld- und Bodenordnung" die "Zeitschrift fĂĽr Sozialökonomie" heraus. Die Zeitschrift versteht sich als ein Forum fĂĽr den Gedankenaustausch ĂĽber wirtschafts- und sozialreformerische Ideen, die der persönlichen Freiheit, der sozialen Gerechtigkeit, dem Schutz der Umwelt, der Demokratie und dem Frieden verpflichtet sind.

Redakteur der Zeitschrift ist Dipl.-Ă–konom Werner Onken
Salbeistr. 27 | 26129 Oldenburg | Fon: 0441 - 36 111 797 | eMail:
onken@sozialoekonomie.info

Zu den Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gehören: Fritz Andres, Dipl.Kfm. Ralf Becker,
Dipl.-Kfm. Thomas Betz, Helmut Creutz, Dipl.-Vw. Norman Ehrentreich, Prof. Dr. Roland Geitmann, Dr. Hugo Godschalk, Dipl.-Vw. Jörg Gude, Prof. Dr. Thomas Huth, Prof. Dr. Margrit Kennedy, Dipl.-Vw. Thomas Lang, Prof. Dr. Dirk Löhr, Dr. Christopher Mensching, Dr. habil. Niko Paech,
Prof. Dr. Bernd Senf, Prof. Dr. Gerhard Senft, Dr. Fabian Thiel.

Nähere Informationen, Probehefte und Abonnements:
Verlag für Sozialökonomie - Gauke GmbH | Hofholzallee 67 | 24109 Kiel | Deutschland
eMail:
mail@gauke.net
www.sozialoekonomie.de [Shop] und www.sozialoekonomie.info


Archiv fĂĽr Geld- und Bodenreform

Um die Theorien der Geld- und Bodenreform als Ausgangsbasis weiterer wissenschaftlicher Forschungen fruchtbar zu machen, hat die Stiftung das “Archiv für Geld- und Bodenreform” eingerichtet. Darin wird Primär- und Sekundärliteratur zur Reform der Geld- und Bodenordnung gesammelt.
Der mehr als 4500 deutschsprachige und 400 fremdsprachige Bücher, Broschüren und Aufsätze sowie mehr als 100 Zeitschriften, Schriftenreihen und Zeitungen umfassende Bestand wird vielfach von Wissenschaftlerinnen, Wissenschaftlern sowie interessierten Laien genutzt.
Er ist zugänglich in der Universitätsbibliothek Oldenburg (Raum 322, Saal 6).
Kontakt und Anmeldung bei Dipl.-Ă–konom Werner Onken
Salbeistr. 27 | 26129 Oldenburg | Fon: 0441 - 36 111 797 | eMail:
onken@sozialoekonomie.info


Sonstige Fördertätigkeiten

Jahresbericht 2006 / 2007

2006

Neben ihren Kernaufgaben (Zeitschrift für Sozialökonomie, Internetseiten, Archiv und Tagungen) unterstützte die Stiftung im Zeitraum 2006 – 2007 folgende Tätigkeiten und Projekte:

â—Ź  600 € erhielt Robert Mittelstaedt als Honorar fĂĽr seine englische Ăśbersetzung eines Aufsatzes von Helmut Creutz: „Globalisation and Public Welfare with Respect to the Money and Land Order“. Diese Ăśbersetzung wurde auf der Website
www.sozialoekonomie.info im Fremdsprachenbereich veröffentlicht.

â—Ź  Die INWO erhielt 1000 €, um jungen Mitgliedern die Teilnahme an wissenschaftlichen Veranstaltungen zu ermöglichen.

â—Ź  Mit 2500 € wurde der Kongress „Monetary Regionalisation“ gefördert, der im September 2006 mit zahlreichen in- und ausländischen ReferentInnen an der Bauhaus-Universität Weimar stattfand. Nähere Informationen dazu gibt es auf der Website
www.monetary-regionalisation.com

â—Ź  Die Tätigkeit von Dipl.-Kfm. Ralf Becker als Koordinator des Fachkompetenznetzwerks im Regiogeld-Verband wurde mit 1800 € unterstĂĽtzt. Die finanzielle Gesamtsituation der Stiftung machte es leider unmöglich, die UnterstĂĽtzung dieser wichtigen Koordinationstätigkeit von Ralf Becker im Jahr 2007 fortzusetzen.

2007

â—Ź  Mit einem Druckkostenzuschuss in Höhe von 1000 € wurde die Herausgabe der Diplomarbeit von Gebhard Ottacher in Buchform ermöglicht. Unter dem Titel „Der Welt ein Zeichen setzen“ erschien dieses Buch ĂĽber das historische Freigeldexperiment in Wörgl/Tirol (1932/33) im Verlag fĂĽr Sozialökonomie – Gauke GmbH in Kiel (
www.sozialoekonomie.de)

â—Ź  Mit 1500 € wurde die deutsche Ăśbersetzung des Buches „100% -Money“ von Prof. Dr. Irving Fisher durch Dipl.-Pol. Klaus Karwat gefördert. Zusammen mit einer gleich hohen Förderung von anderer Seite wurde es möglich, dieses Standardwerk der Geldtheorie erstmals in deutscher Sprache zu veröffentlichen.

â—Ź  Mit 1000 € wurden die BemĂĽhungen des Arbeitskreises Geschichte der Geld- und Bodenreform unterstĂĽtzt, Stellungnahmen zu den VorwĂĽrfen des Antisemitismus und des Sozialdarwinismus zu erarbeiten und ins Internet zu stellen.

Ausblick auf 2008 und 2009

Mit Unterstützung der Stiftung für Reform der Geld- und Bodenordnung findet im Sommersemester 2008 an der Carl-von-Ossietzky-Universität in Oldenburg eine „Ringvorlesung zur Post-Wachstumsökonomie“ statt.

Da die Stiftung anders als in den 1990er Jahren während der letzten Jahre keine größeren Zuwendungen erhielt, muss sie ihre übrigen Fördertätigkeiten ab 2008 – hoffentlich nur vorübergehend - stark einschränken.

Um Kosten beim Druck und Vertrieb der „Zeitschrift für Sozialökonomie“ einzusparen, können 2008 und 2009 nur jeweils zwei Doppelhefte erscheinen. Über die Sicherung der Zeitschrift und des Archivs für Geld- und Bodenreform hinausgehende Förderungen werden vorerst nicht möglich sein. Deshalb appelliert der Vorstand dringend an alle Freundinnen und Freunde der Geld- und Bodenreform, mit größeren und kleineren Zuwendungen sowie mit testamentarischen Verfügungen dazu beizutragen, dass die Stiftung ihre bisherigen Tätigkeiten auch mittel- und längerfristig fortsetzen und wieder erweitern kann. Angesichts der sich zuspitzenden „Gerechtigkeitslücke“ in Deutschland und weltweit und auch angesichts der Gefahren, die sich aus einem ungerechten Wirtschaften für Umwelt, Klima und Weltfrieden ergeben, wäre dies unbedingt wünschenswert und notwendig.

Jahresbericht 2004 / 2005

Aus der Fördertätigkeit der Stiftung, die überwiegend den verschiedenen Initiativen im Bereich der Geld- und Bodenreformbewegung zugute kommt, ist aus dem Berichtsjahr besonders hervorzuheben:

â—Ź  Mit einer Arbeit ĂĽber " Marktwirtschaft ohne Kapitalismus " hat Roland Wirth an der Universität St. Gallen promoviert. Wirth betrachtet die Wirtschaftsordnung in erster Linie aus wirtschaftsethischer Sicht und kommt dabei in einer sehr eigenständigen Analyse der freiwirtschaftlichen Geld- und Bodenreform zu einer durchweg positiven WĂĽrdigung der Idee einer Marktwirtschaft ohne Kapitalismus. Die Stiftung hat diese Arbeit auch deshalb mit einem Preis bedacht, weil sich hier ein Ă–konom, der in den Lehren der Standardökonomie ausgebildet worden ist, selbständig einen Zugang zu den freiwirtschaftlichen Ideen erarbeitet hat.

â—Ź  Christian Gelleri wurde mit einem Preis ausgezeichnet fĂĽr seine grundlegenden Arbeiten zum Thema „Regiogeld“ und deren Umsetzung im Experiment, dem „Chiemgauer“. Er hat sich nicht nur mit seinen in den „Fragen der Freiheit“ (Heft 269) sowie in der „Zeitschrift fĂĽr Sozialökonomie“ (Heft 144) veröffentlichten Ausarbeitungen intensiv und kompetent mit den theoretischen Fragen rund um das Thema Regiogeld befasst, sondern als Lehrer der Waldorfschule in Prien am Chiemsee auch die Initiative und den Mut gehabt, auf dieser Grundlage zusammen mit SchĂĽlerinnen und SchĂĽlern der Schule das Experiment zu wagen und tatkräftig und umsichtig ins Werk zu setzen. Auch von dieser Stelle noch einmal: herzlichen GlĂĽckwunsch und weiterhin guten Erfolg!

â—Ź  Gefördert wurde ferner die Diplomarbeit von Katharina Schwaiger ĂĽber „Zukunftsfähiges Geld! - Regiogeld als neue Perspektive fĂĽr die Gemeinwesensarbeit“, die sich mit der Relevanz eines Regiogeldes fĂĽr die Entwicklung des Gemeinwesens befasst. In einer Verbindung von theoretischen Erwägungen und empirischen Erhebungen kommt Schwaiger zu dem Ergebnis, dass die EinfĂĽhrung eines Regiogeldes - zumal in der derzeitigen wirtschaftlichen Situation in Deutschland - die Entwicklung eines Gemeinwesens (sei es einer Stadt oder einer Region) vor allem wirtschaftlich, aber auch darĂĽber hinaus in vielfältiger Weise fördern kann. Die Arbeit ist inzwischen fertiggestellt und  kann in der Freiwirtschaftlichen Bibliothek ausgeliehen werden.

â—Ź  FĂĽr die Regiogeld-Bewegung wurde schlieĂźlich im Auftrag des Regionetzwerks und mit UnterstĂĽtzung der Stiftung von Kay VoĂźhenrich ein Regiogeld-Glossar erstellt, in dem wichtige Begriffe aus dem Themenbereich „Regionalwährung“ erläutert sind. Das Glossar ist im Internet unter
www.regiogeld.de zu finden.

â—Ź  Mit der Förderung durch die Stiftung konnte inzwischen auch die Diplomarbeit von Robert Musil „Geld –Raum – Nachhaltigkeit“ als Buch im „Verlag fĂĽr Sozialökonomie“ erscheinen. Musil untersucht die Wirkungen des Geldes auf eine nachhaltige Raumentwicklung. Auch in dieser Arbeit spielt die Frage, welche Bedeutung alternative Geldsysteme fĂĽr die Regionalentwicklung haben können, eine zentrale Rolle.

â—Ź  Die Stiftung förderte auch die Herausgabe der Arbeit von Werner Onken ĂĽber „Geld- und bodenpolitische Grundlagen einer Agrarwende“. Sie zeichnet die geschichtliche Entwicklung der Landwirtschaft sowie der sie beeinflussenden Theorien und Interessen nach und verbindet die Geld- und Bodenreform gedanklich mit der ökologischen Landwirtschaft.

â—Ź  Das groĂźe Projekt, die 18-bändige Gesamtausgabe der Werke Silvio Gesells zzgl. Registerband auf CD-ROM zu bringen, geht der Vollendung entgegen. Es ist damit zu rechnen, dass die notwendigen Arbeiten im ersten Quartal des nächsten Jahres abgeschlossen sein werden.

â—Ź  Wie in der Vergangenheit hat die Stiftung auch in diesem Jahr die Arbeit von Klaus Popp in der GeschäftsfĂĽhrung der „INWO – Initiative fĂĽr NatĂĽrliche Wirtschaftsordnung“ gefördert.

â—Ź  AuĂźerdem hat sie in diesem Jahr die Tätigkeit von Ralf Becker in der Studiengruppe „Our Future Economy“ der „Europäischen Akademie der Wissenschaften und KĂĽnste“ sowie beim Aufbau eines Wissenschaftler-Netzwerks zur Begleitung von Regionalwährungs-Initiativen unterstĂĽtzt.

â—Ź  SchlieĂźlich hat die Stiftung im Berichtszeitraum ihren Internetauftritt unter www.stiftung-geld-boden.de neu eingerichtet und das Faltblatt mit ihrer Selbstdarstellung neu gestaltet. Im Auftrag der Stiftung entsteht auĂźerdem unter
www.silvio-gesell.de eine neue Internetseite über Gesells Leben und Werk. Weitere wichtige Hinweise, auch zu Aktivitäten der Stiftung, finden sich unter www.sozialoekonomie.info und www.gauke.net.

Der Stiftungsvorstand dankt all denjenigen, die durch ihren Rat und ihre ehrenamtliche Hilfe, insbesondere aber auch durch finanzielle Zuwendungen dazu beigetragen haben, dass die vorgenannten Förderungen erbracht werden konnten. Er möchte diesen Bericht jedoch auch nicht abschließen ohne den Hinweis, dass die laufenden Ausgaben für Zeitschrift, Archiv und Förderungen die Mittel übersteigen, die der Stiftung als Erträge aus der Anlage ihres Stiftungskapitals erwachsen. Um ihre Arbeit dauerhaft fortsetzen zu können, ist die Stiftung daher auf weitere Unterstützung angewiesen.

Ass. jur. Fritz Andres, 1. Vorsitzender
Prof. Dr. Margrit Kennedy, 2. Vorsitzende